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Parodontose

Die Behandlung von Parodontose – oder richtig Parodontitis – gehört selbstverständlich auch zum Leistungsspektrum meiner Praxis.

Die Erkennung, dieser oft unbemerkt entstehenden Erkrankung, gehört mit zu meiner Grunddiagnostik und wird von mir nach den neuesten Erkenntnissen der Zahnmedizin therapiert.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Bakterien, die sich in den Zahnfleischtaschen befinden, mitverantwortlich für Herzerkrankungengemacht werden können. Allein aus diesem Grund ist diese wichtige Diagnostik aus der modernen Zahnmedizin nicht mehr wegzudenken.

Was versteht man unter einer Parodontalerkrankung (Parodontitis)?

Eine Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen. Verursacht wird die Parodontitis durch Bakterien und die Entzündungsreaktion des Körpers. Durch diese chronische Entzündung kann der Kieferknochen zerstört werden. Folge davon ist der Zahnverlust.

Ursachen und Risikofaktoren

  • genetische Prädisposition

  • Tabakkonsum (bei Rauchern steigt das Risiko um ein Vier- bis Sechsfaches)

  • Diabetes mellitus (insbesondere wenn der Blutzuckerspiegel schlecht eingestellt ist)

  • Gefäßerkrankungen, Arteriosklerose und Herzinfarkt

  • Lebenspartner mit bestehender Parodontitis oder eine Übertragung von Mutter zu Kind

  • Schwangerschaft (Risiko einer Frühgeburt steigt um das Achtfache)

  • offene Zahnkaries

  • Mundatmung

  • Bruxismus (zumeist stressbedingtes Zähneknirschen)

  • allgemeine Abwehrschwäche, insbesondere „immun-supprimierte“ Individuen (während/nach Chemo-Therapie, Transplantationen, HIV)

  • ungünstig lokalisierte Piercings im Mundraum (Lippenbändchen, Zunge)

Folgen

  • Zahnfleischbluten

  • Zahnfleischtaschenbildung

  • Knochenabbau

  • Zahnlockerung bis Zahnverlust

Therapie

  • Ziel ist es, entzündungsfördernde Faktoren zu beseitigen. Die Therapie gliedert sich in vier Phasen auf:

Dabei wird dem Patienten gezeigt, wie er zu Hause eine optimale Zahnpflege betreiben kann. Dieser Vorgang muss zumeist mindestens einmal wiederholt werden.
Entfernung der tiefergelegenen harten und weichen Beläge. Dies geschieht mit Küretten (speziell geformte Handinstrumente), mit schall- und ultraschallbetriebenen Geräten oder unter Anwendung des Lasers.
Um einem Wiederaufflammen einer Parodontitis vorzubeugen, ist es am wichtigsten, eine gründliche Parodontitis-Prophylaxe zu betreiben.
Neben dem eigentlichen Zähneputzen mit der Zahnbürste sollte auf eine gute Zahnzwischenraumpflege mit Zahnseide oder Interdentalbürsten und einer Entfernung von Belägen auf dem Zungenrücken geachtet werden. Bei regelmäßigen Kontrollen, in Verbindung mit einer professionellen Zahnreinigung alle 3-6 Monate, können außerdem Putzzwischenräume gesäubert werden. Hilfestellungen bei der häuslichen Mundhygiene werden ebenso gegeben. Bei erhöhtem Risiko, zum Beispiel durch Schwangerschaft oder starken Stress, können die Prophylaxeintervalle verkürzt werden, um frühest möglich auf Veränderungen der Parodontitis reagieren zu können. Daneben ist es wichtig, die oben genannten Risikofaktoren zu verringern (z.B. mit dem Rauchen aufzuhören, Diabetes optimal einstellen lassen).
Rechtzeitig und richtig behandelt kann einer Parodontitis fast immer Einhalt geboten werden, allerdings ist diese Behandlung zum Teil sehr langwierig und immer stark von der Mitarbeit des Patienten abhängig. Da die Parodontitis ein Ausdruck eines erfolgreichen bakteriellen Angriffs gegen die einst intakte Grenze Zahn-Zahnfleisch ist, muss sich jeder Betroffene im Klaren sein, dass selbst nach erfolgreicher Beseitigung dieser Entzündung die Gefahr des Rückfalls fortbesteht. Darum ist auch nach Beendigung der eigentlichen Therapie eine regelmäßige Nachsorge nötig, um einem erneuten Aufflammen der Entzündung frühstmöglich entgegenzuwirken.

AKTUELLES

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